Um einem urbanen Publikum landwirtschaftliche Themen näher zu bringen, war die Initiative Heimische Landwirtschaft gemeinsam mit dem Kreisbauernverband Erfurt-Sömmerda auf Einladung des Landkreises Sömmerda am 22. Januar auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin zu Gast.
Der Landkreis nördlich von Erfurt und insbesondere die Region „Thüringer Becken“ ist besonders landwirtschaftlich geprägt. Daraus ergibt sich auch ein touristischer Nutzwert. Welchen Vorteil die Symbiose von Landwirtschaft, Tourismus und Umweltschutz für Verbraucherinnen und Verbraucher haben kann, wurde in mehreren kurzen Talks auf der Bühne in Halle 20 erläutert.
Was Landwirte bereits tun, um die Artenvielfalt zu erhalten und weiter zu fördern, berichtete Jürgen Paffen (im Bild oben rechts mit Mikrofon), Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Weißensee (Thüringen) und Gründungsmitglied der Initiative Heimische Landwirtschaft. Sein Betrieb hat einen eigenen Bereich für Biodiversität geschaffen. So gelingt es, gemeinsam mit Partnern aus der Region zahlreiche Projekte effizient umzusetzen. Neben dem Anlegen von Blühflächen und dem Aufstellen von Nistkästen und Sitzkrücken nimmt auch der Schutz des Feldhamsters einen hohen Stellenwert in Paffens Betrieb ein. Er verdeutlichte auch, dass Pflanzenschutz mit Augenmaß und der Schutz bedrohter Tiere und Pflanzen sich nicht ausschließen müssen.
Anne Byrenheid, Referentin für Tierhaltung beim Thüringer Bauernverband, legte in ihren Beiträgen den Schwerpunkt auf die Milchviehhaltung und klärte darüber auf, wie Landwirte dem Wunsch von Politik und vielen Verbrauchern nach mehr Tierwohl gerecht werden. Die studierte Agrarwissenschaftlerin ging unter anderem auf das Für und Wider beim Weidegang mit Milchrindern ein.
Im dritten Diskussionspunkt erläuterte Ingo Weidenkaff, Vorstand des Tourismusvereins Fahner Höhe, die Möglichkeiten, die sich im Zusammenspiel mit der Landwirtschaft für die touristische Vermarktung der Region ergeben.
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